Der Imam Muslim b. al-Haǧǧāǧ – Leben und Wirken

Abstract

 

Diese Abhandlung handelt vom Leben und Wirken des Imam Muslim, einer der bekanntesten Hadithgelehrten und Hadithsammler. Es wird auf sein Lebenslauf und wissenschaftlichen Werdegang eingegangen. Auch wird verdeutlicht, welchen Stellenwert er unter den Gelehrten hatte und wie er auf die Hadithwissenschaften Einfluss übte. Der Beitrag schließt mit einer Liste der Werke, welche der Imam Muslim verfasste, ab.

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Einleitung

Abū l-Ḥusain, Muslim b. al-Haǧǧāǧ b. Muslim b. Ward b. Kaušāḏ al-Qušairī an-Naisābūrī, wurde im Jahre 206/822 in Nischapur geboren und verstarb ebenda am 25. Raǧab 261/6. Juli 875.

Imam Muslim zählt bei den Sunniten zu den relevantesten Hadithgelehrten. Er gilt als einer der großen Imame, die am meisten Hadithe auswendig beherrschten (Ḥuffāẓ).[1] Sein Werk Ṣaḥīḥ Muslim stellt nach Ṣaḥīḥ al-Buḫārī das bedeutendste Werk der prophetischen Hadithe dar.[2] Muslim widmete sich bereits ab jungen Jahren dem Hören und Auswendiglernen von Hadithen. Seine erste Hörung legte er im Jahr 218 n. H. im Alter von zwölf Jahren ab. Zunächst begann Muslim damit, islamisches Wissen von den Gelehrten seines Landes zu erlernen, sowie viele ihrer Überlieferungen zu hören. Daraufhin reiste er viel in der islamischen Welt umher, um Hadithe zu erlernen.[3]

Muslims Reise begann im Hedschas (im Westen des heutigen Saudi-Arabiens), wo er der Pflicht der Hadsch nachkam und darüber hinaus Überlieferungen von mehreren Imamen und berühmten Hadithgelehrten hörte. Er besuchte die heiligen Städte Medina und Mekka und reiste außerdem in den Irak, wo er Basra, Bagdad und Kufa besuchte. Weiterhin bereiste er die Levante (aš-Šām), Ägypten und Rey (ar-Raī).[4] Insgesamt verbrachte Muslim nahezu 15 Jahre damit, die Hadithwissenschaften zu erlernen und Hadithe zu sammeln. Während dieser Zeit traf er eine große Anzahl an Gelehrten und lernte mehr als 300.000 Hadithe auswendig.[5]

Sowohl von den Gelehrten seines Zeitalters als auch von den späteren Gelehrten erhielt er enormes Lob. Sie erkannten ihm seine Führung, Vorherrschaft und seine Perfektion im Wissen des Hadith an. Zu seinen Lehrern im Hadith zählen Aḥmad b. Ḥanbal (gest. 241/855), Isḥāq b. Rāhūya (gest. 238/853), Abū Zurʿa ar-Rāzī (gest. 264/878) und weitere. Außerdem war Muslim Schüler von dem Pionier der Hadithgelehrten Muḥammad b. Ismāʿīl al-Buḫārī (gest. 256/870).

Neben seinem berühmten Ṣaḥīḥ-Werk verfasste Muslim noch weitere Werke rund um die Hadith- und Tradentenkritik, wobei die meisten seiner Werke heute nicht auffindbar sind.

Muslim verstarb am Sonntag, den 25. Raǧab 261 n. H., im Alter von 55 Jahren. Er wurde am darauffolgenden Montag am oberen Ende des Ziyād-Platzes bei Naṣr Ābād in Nischapur begraben.

Muslims Leben

Muslim gehörte dem bekannten arabischen Stamm Banī Qušair an.[6] Der Geburtsort Nischapur gehörte zur damaligen Zeit zu den größten Standorten des islamischen Wissens innerhalb der muslimischen Welt. Dies gilt insbesondere für den Hadith und die mit ihm zusammenhängenden Wissenschaften. Der Ort wurde für seine kurzen Tradentenketten (al-isnād al- ʿālī)[7] bekannt.

Unter den Historikern herrscht Einklang über Muslims Sterbedatum, wobei sie in seinem Geburtsdatum differieren. Hierzu gibt es unter den Gelehrten unterschiedliche Ansichten:[8]

  1. Seine Geburt habe im Jahre 201 n. H. stattgefunden. Diese Position wird von Imam Šams ad-Dīn aḏ-Ḏahabī (gest. 748/1348) vertreten, da er erwähnte, dass Muslim im Alter von 60 Jahren verstorben sei. Der bekannte hanbalitische Historiker Ibn al-ʿImād al-Ḥanbalī (gest. 1089/1679) stimmte ihm in seinem Werk Šaḏarāt aḏ-ḏahab diesbezüglich zu.
  2. Imam Muslim sei im Jahr 204 n. H. geboren. Dies erwähnt aḏ-Ḏahabī in seinen Werken Taḏkirat al-ḥuffāẓ, Siyar aʿlam an-nubalāʾ und al-Kāšif fī maʿrifat man lahu riwāya fī l-kutub as-sitta, wobei er dies nicht ohne die Erwähnung von Zweifeln äußerte. Auch die beiden Großgelehrten Ibn Kaṯīr ad-Dimašqī (gest. 774/1373) und Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī (gest. 852/1449) erwähnten dieses Geburtsjahr.
  3. Seine Geburt habe im Jahre 206 n. H. stattgefunden. Al-Ḥākim an-Naisābūrī (gest. 405/1012) schrieb dazu: „Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ – möge Allah Sich seiner erbarmen – verstarb am Abend des Sonntags im Alter von 55 Jahren und wurde am Montag, fünf Tage vor dem Ende des Monat Raǧab, im Jahre 261 n. H. “ Dies bedeutet zwangsläufig, wie Ibn aṣ-Ṣalāḥ verdeutlichte, dass seine Geburt im Jahre 206 stattfand.

Darüber hinaus wird überliefert, dass Muslim in einer dem Wissen zugeneigten Familie aufwuchs. Der Vater des Imam Muslim war für seine Lehrtätigkeit populär. Muḥammad b. ʿAbd al-Wahhāb al-Farrāʾ berichtet, dass Muslims Vater zu den Gelehrten gehörte.[9]

Seine Charaktereigenschaften

Al-Ḥākim an-Naisābūrī beschrieb Imam Muslim folgendermaßen: „Er war von gerader Statur, hatte weißes Haar auf dem Kopf und im Bart, und er pflegte das Ende seiner Kopfbedeckung lose zwischen seinen Schultern herunterfallen zu lassen.“[10] Al-Ḥākim berichtete außerdem, dass Abū ʿAbdarraḥmān as-Sulamī sagte: „Ich sah einen alten Mann mit schönem Gesicht und schönen Kleidern. Er trug einen schönen Umhang und einen Turban, den er zwischen seinen Schultern herabhängen ließ. Man sagte: Das ist Muslim. Da näherten sich die Freunde des Sultans und sagten: Der Führer der Gläubigen befahl, dass Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ der Imam der Muslime sein soll. So haben sie ihm in der Moschee den Vortritt gelassen, woraufhin er den takbīr aussprach und die Leute im Gebet führte.“[11]

Darüber hinaus ist über die Charaktereigenschaften Muslims bekannt, dass er den Menschen häufig Gutes tat und äußerst großzügig war, sodass aḏ-Ḏahabī ihn gar als den „Wohltäter aus Nischapur“ bezeichnete.[12] ʿAbd al-ʿAzīz ad-Dahlawī (gest. 1239/1823) schrieb in seinem Werk Bustān al-muḥaddiṯīn über ihn: „Nie hat er in seinem Leben je über jemanden gelästert, noch hat er je geschlagen oder beleidigt.“[13]

Muslims Beruf

Muslim lebte stets von dem Verdienst aus seiner eigenen Arbeit. Er war Händler, wobei sich sein Verkaufsstand, in dem er Kleider und Stoffe verkaufte,[14] in Ḫān Maḥmaš befand. Muḥammad al-Farrāʾ erwähnte diesbezüglich, er sei ein Stoffhändler gewesen. So finanzierte Muslim seinen Aufenthalt und seine vielzähligen Reisen zu den bekannten Imamen, die sich in vielen verschiedenen Metropolen der islamischen Welt aufhielten, durch sein eigens erworbenes Vermögen.

Dennoch hielt der Handel Muslim nicht davon ab, das Wissen über den prophetischen Hadith zu erstreben. Vielmehr hat er sogar während seiner Arbeit an seinem Verkaufsstand Hadithe überliefert.[15] Al-Ḥākim an-Naisābūrī berichtet, dass sein Vater sagte: „Ich habe Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ gesehen, wie er bei Ḫān Maḥmaš Hadithe überlieferte.“[16]

Seine Reisen für die Wissenssuche

Wie bereits erwähnt, unternahm Imam Muslim zahlreiche Reisen, um an Hadith-Vorlesungen teilzunehmen. Der Gelehrte An-Nawawī (gest. 676/1277) bezeichnete ihn als einen derjenigen, die häufig für das Hören des Hadith zu den Imamen der Regionen und Länder reisten.[17] Zunächst hörte er die Hadithe in seinem Land Nischapur und in Chorasan an. So nahm er das erste Mal an einer Wissenssitzung im Jahre 218 n.H. in Chorasan bei Yaḥyā b. Yaḥyā at-Tamīmī, Isḥāq b. Rāhūya und weiteren teil.

In Ar-Raī lernte er bei Muḥammad b. Mahrān al-Ǧammāl, Abū Ġassān[18] und Muḥammad b. ʿUmar Zunaiǧā. Seine erste größere Reise fand im Jahre 220 n. H. statt, als er vierzehn Jahre alt war. In diesem Jahr reiste er in das Land der beiden heiligen Moscheen, um die Pilgerfahrt zu verrichten.[19] In Medina lernte er bei Ismāʿīl b. Abī Uwais, in Mekka bei seinem Scheich al-Qaʿnabī, der als sein ältester Scheich gilt, und bei denen, die diesem im Rang gleichkommen. Er lernte außerdem bei Saʿīd b. Manṣūr und bei Abū Muṣʿab az-Zuhrī.

Nachdem Muslim die Pilgerfahrt absolvierte, lernte er bei den Gelehrten der Orte, an denen er vorbeizog. Er reiste nach Balḫ und in den Irak, wobei ihn Aḥmad b. Salama an-Naisābūrī begleitete. Außerdem ist er nach Basra und Bagdad gereist, wo er von Aḥmad b. Ḥanbal, ʿAbdullāh b. Maslama al-Qaʿnabī[20], Yaḥyā b. Ṣāʿid, Muḥammad b. Maḫlad und ʿAlī b. al-Ǧaʿd hörte. Von letzterem hat er zahlreiche Hadithe gehört, wobei er allerdings keine seiner Überlieferungen in seinem Ṣaḥīḥ-Werk verzeichnete.[21] Muslim reiste außerdem nach Kufa und lernte dort bei Aḥmad b. Yūnus und ʿUmar b. Ḥafṣ b. Ġiyāṯ. Hierauf reiste er zurück in sein Heimatland, woraufhin er nach einigen Jahren eine erneute Reise antrat. Dies geschah vor dem Jahr 230 n. H.[22]

Anschließend reiste Muslim in die Levante, um dort bei Muḥammad b. Ḫālid as-Saksakī zu lernen. Vor dem Jahr 250 n. H. reiste er nach Ägypten und hörte dort von ʿAmr b. Sawād, Ḥarmala b. Yaḥyā und anderen.[23] Nach dem Jahr 250 n. H., kurz nachdem Muslim sein Ṣaḥīḥ-Werk verfasste, reiste er nach ar-Raī. Dort traf er Abū Zurʿa ar-Rāzī und tadelte ihn für seine Überlieferung über Asbāṭ b. Naṣr.

Die Reisen Muslims reduzierten sich nicht nur auf das Anhören der Hadithe. Er wiederholte auch das erlernte Wissen mit anderen Gelehrten und lehrte die allgemeine Bevölkerung.[24]

Muslims Lehrer

Muslim hörte die Überlieferungen vieler Gelehrten. Die Anzahl der Gelehrten, deren Überlieferungen er in seinem Ṣaḥīḥ-Werk verzeichnete, beträgt 210. Dazu gehören folgende:[25]

  1. Ibrāhīm b. Ḫālid al-Yaškurī.
  2. Ibrāhīm b. Dīnār at-Tammār.
  3. Ibrāhīm b. Ziyād Sablān.
  4. Aḥmad b. Ibrāhīm.
  5. Aḥmad b. al-Ḥasan b. Ḫarrāš.
  6. Aḥmad b. Saʿīd ar-Ribāṭī.
  7. Aḥmad b. Saʿīd ad-Dārimī.
  8. Aḥmad b. Sinān.
  9. Aḥmad b. ʿAbdullah al-Kurdī.
  10. Aḥmad b. Ḥanbal.
  11. Isḥāq b. Rāhūya.
  12. Ḥaǧǧāǧ b. aš-Šāʿir.
  13. Ḥarmala b. Yaḥyā.
  14. Ḫalaf b. Hišām.
  15. Zuhair b. Ḥarb.
  16. Saʿīd b. Mansūr.
  17. Suwaid b. Saʿīd.
  18. ʿAbdullāh ad-Dārimī.
  19. ʿAbdullāh b. Maslama al-Qaʿnabī. Dieser ist Muslims ältester Scheich.
  20. ʿAbd b. Ḥumaid.
  21. ʿUṯmān b. Abī Šaiba.
  22. Al-Faḍl b. Sahl.
  23. Qutaiba b. Saʿīd.
  24. Bundār.
  25. Muḥammad b. Bakkār b. ar-Raiyān.
  26. Abū Kuraib.
  27. Muḥammad b. al-Muṯannā b. Dīnār al-ʿAnzī.
  28. Maḥmūd b. Ġailān.
  29. Al-Walīd b. Šuǧāʿ.
  30. Yaḥyā b. Bišr.
  31. Yaḥyā b. Yaḥyā at-Tamīmī.
  32. Yaʿqūb ad-Dauraqī.
  33. Yūsuf b. Yaʿqūb aṣ-Ṣaffār.
  34. Yūnus b. ʿAbd al-Aʿlā.
  35. Abū Bakr b. Abī Šaiba.
  36. Abū Zurʿa ar-Rāzī.

Außerdem zählten weitere Gelehrte zu seinen Lehrern, deren Überlieferungen Muslim allerdings nicht in seinem Ṣaḥīḥ-Werk verzeichnete. Dazu gehören u.a.: ʿAlī b. al-Ǧaʿd, ʿAlī b. al-Madīnī und Muḥammad b. Yaḥyā Aḏ-Ḏuhlī.

Muslims Schüler

Zahlreiche hochrangige Gelehrte aus Muslims Zeitalter überlieferten seine Hadithe. Dazu zählen:[26]

  1. ʿAlī b. al-Ḥasan b. Abī ʿĪsā al-Hilālī.
  2. Muḥammad b. ʿAbd al-Wahhāb al-Farrāʾ.
  3. Al-Ḥusain b. Muḥammad al-Qabbānī.
  4. ʿAlī b. al-Ḥusain b. al-Ǧunaid ar-Rāzī.
  5. Ṣāliḥ b. Muḥammad Ǧazara.
  6. Abū ʿĪsā at-Tirmiḏī.
  7. ʿAdburraḥmān b. Abī Ḥātim.
  8. Aḥmad b. Salama an-Naisābūrī al-Ḥāfiẓ.
  9. Saʿīd b. ʿAmr al-Barḏaʿī.
  10. Abū Bakr b. Ḫuzaima.
  11. Abū l-ʿAbbās as-Sarrāǧ.
  12. Muḥammad b. Maḫlad al-ʿAṭṭār.
  13. Makkī b. ʿAbdān.
  14. Yaḥyā b. Muḥammad b. Ṣāʿid.

Muslims Beziehung zu Imam al-Buḫārī

Muslim war ein Schüler von al-Buḫārī und respektierte und ehrte ihn stets. Muḥammad b. Yaʿqūb al-Ḥāfiẓ teilte in dieser Angelegenheit mit: „Ich habe Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ vor al-Buḫārī gesehen. Er fragte ihn wie ein kleines Kind.“[27]

Muslim pflegte es, zu al-Buḫārī zu gehen, ihn zwischen seine Augen zu küssen und zu ihm zu sagen: „Erlaube mir, deine Füße zu küssen.“[28] Er pflegte außerdem, zu ihm zu sagen:[29] Als al-Buḫārī 250 n. H. Naisābūr bereiste, blieb Muslim die ganze Zeit über bei ihm und folgte ihm auf Schritt und Tritt.[30]

Diese Gefolgschaft hielt auch in al-Buḫārīs schwierigen Zeiten an, sodass Muslim in dieser Zeit sogar eine Auseinandersetzung mit Muḥammad b. Yaḥyā aḏ-Ḏuhlī hatte, – wegen dem, was zwischen letzterem und al-Buḫārī vorgefallen war.[31]

Muslim profitierte von al-Buḫārī in hohem Grade. Ibn Taimīya schrieb: „Die Gelehrten sind sich darüber einig, dass al-Buḫārī Muslim im Wissen vorzuziehen ist, dass al-Buḫārī besser als er über die Hadithwissenschaften Bescheid weiß und dass Muslim sein Schüler und das Ergebnis seiner Lehre ist. Muslim folgte ihm ständig und profitierte von ihm.“[32]

Es ist folglich festzuhalten, dass Muslim in die Fußstapfen von al-Buḫāri trat. Er profitierte von seinem Wissen und seiner Methodik und folgte demzufolge seinem Beispiel. Der Umstand, dass Muslim in seinem Ṣaḥīḥ-Werk keinen Hadith von al-Buḫārī überlieferte, ist unter anderem damit zu begründen, dass er ihm erst nach der Fertigstellung seines Werks folgte.[33]

Sein Ableben

Der Imam Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ verstarb am Abend des Sonntags, den 25. Raǧab 261 n. H.[34], im Alter von 55 Jahren.[35] Dieses Datum entspricht dem 6. Juli 875 n. Chr.

Er wurde am darauffolgenden Montag am oberen Ende des Ziyād-Platzes[36] bei Naṣr Ābād in Naisābūr[37] begraben. Imam Muslim hinterließ keine männlichen Nachkommen. Al-Ḥākim erwähnte allerdings, dass er weibliche Nachkommen Muslims sah.[38]

Was die Sterbeursache Muslims betrifft, so wird diesbezüglich berichtet, dass Muslim in Naisābūr über einen Hadith befragt wurde und er antwortete, dass er über diesen Hadith keine Kenntnis besäße. Als er daraufhin nach Hause kam, begann er, nach diesem Hadith zu forschen. Währenddessen kam einer seiner Schüler mit einem großen Gefäß mit Datteln. Muslim verbrachte die ganze Nacht mit der Suche nach dem ihm unbekannten Hadith, und um dabei seine Müdigkeit zu verdrängen, aß er von den Datteln, die ihm geschenkt wurden. In diesem Zustand verweilte er bis zur Morgendämmerung. Er fand den gesuchten Hadith und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das gesamte Gefäß an Datteln aufgegessen, ohne dies in seinem Eifer bemerkt zu haben. Es scheint, als hätte das große Übermaß an Datteln, welches er in dieser Nacht zu sich genommen hat, zu einer Krankheit geführt, an der er daraufhin verstorben ist.[39]

Al-Ḥākim gab diesbezüglich bekannt: „Ein vertrauenswürdiger unter unseren Freunden fügte mir gegenüber hinzu, dass er daran verstarb.“ So ist die Authentizität dieser Erzählung aufgrund der Unbekannten Person fragwürdig.

Das Lob der Gelehrten

Muslim wurde von den Gelehrten, den Lehrern und seinen Zeitgenossen gleichermaßen gewürdigt und geschätzt. Die Gelehrten sprachen über seine Vorzüge und betonten die Tiefe seines Wissens und seine edle Position.[40] Seine Lehrer, wie bspw. Isḥāq b. Rāhūya, prophezeiten ihm eine große Zukunft. Isḥāq sagte: „Was für ein Mann er sein wird!“[41] Seine hohe Stellung wurde insbesondere nach dem Verfassen seines Ṣaḥīḥ-Werks allseits bekannt. Seitdem galt er als ein Imam der Hadithwissenschaften.[42]

Sein Scheich Muḥammad b. ʿAbd al-Wahhāb al-Farrāʾ rühmte Imam Muslim indem er sagte: „Muslim zählte zu den Gelehrten der Menschen und den Gefäßen des Wissens. Ich weiß nur Gutes über ihn.“ [43] Ibn aṣ-Ṣalāḥ schrieb über ihn: „Allah hat ihn (in der Stellung) bis zu den Gebieten der Sterne erhöht. Er ist zu einem Imam geworden, dessen Aussagen als Beweis akzeptiert werden (ḥuǧǧa). Immer und immer wieder wird sein Name erwähnt – im Wissen des Hadith sowie in anderen Fachbereichen gleichermaßen. Das ist die Gunst Allahs, die Er erteilt, wem Er will.“ [44] Ebenso teilte Bundār seine Begeisterung für Imam Muslim mit, indem er schrieb: „Die Ḥuffāẓ sind vier: Abū Zurʿa, Muḥammad b. Ismāʿīl, ad-Dārimī und Muslim.“[45]

Laut Al-Ḥusain b. ʿAlī an-Naisābūrī gebe es keine authentischere Hadithsammlung als die von Muslim. Er sagte: „Nichts unter dem, was vom Himmel sichtbar ist, ist authentischer als das Buch von Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ über die Wissenschaft des Hadith.“ [46] Auch Aḥmad b. Salama an-Naisābūrī lobte ihn. Er schrieb: „Ich sah Abū Zurʿa und Abū Ḥātim Muslim b. al-Ḥaǧǧāǧ den Lehrern ihrer Zeit in dem Wissen über das Authentische vorziehen.“ [47]

Der bekannte Hadithgelehrte Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī schrieb über sein Wirken: „Muslim gelang in seinem Werk ein gewaltiger, umfassender Durchbruch, der niemand anderem gelungen ist, sodass einige Menschen ihn dem Ṣaḥīḥ von Muḥammad b. Ismāʿīl (al-Buḫārī) vorzogen.“ [48] Auch an-Nawawī, der die bekannteste Erläuterung zu Muslims Hadithsammlung schrieb, lobte den Imam Muslim mit den folgenden Worten: „Er zählt zu den namhaften Pionieren dieser Angelegenheit (Hadithwissenschaft), zu den großen sichtbaren, zu den Leuten des Wissens und der Perfektion, zu den für diese Angelegenheit zu den Pionieren der Orte und Länder viel Reisenden. Die Anerkennung der Vorherrschaft in dieser Angelegenheit gebührt ohne jegliche Meinungsunterschiede unter denjenigen, die Ahnung und Verständnis haben, ihm.“ [49]

Muslims Werke

Aus Muslims Feder stammen zahlreiche Werke des prophetischen Hadith und seiner Wissenschaften, der Hadithschwächen, der Tradentenbiographien, der Fehler der Überlieferer, ihrer Namen, ihrer Spitznamen, ihrer Rangstufen und weitere. Einige seiner Werke sind gedruckt, während andere bis heute unauffindbar sind.[50] Ibn al-Ǧawzī erwähnt in seinem Buch al-Muntaẓam 23 Werke Muslims. Al-Ḥākim an-Naisābūri erwähnt in seinem Buch Tārīḫ Naisabūr ebenso 23 Werke. Allerdings erwähnt er zwei von Ibn al-Ǧawzī unerwähnte Werke und lässt zwei Werke, die Ibn al-Ǧawzī aufführte, unerwähnt. Aḏ-Ḏahabī führte in seinem Werk as-Siyar 21 Werke Muslims auf und kommentierte dann: „Daraufhin führte al-Ḥākim weitere seiner Werke auf, die ich nicht erwähnte.“[51]

Zu Muslims Werken gehören:

  1. Al-Ǧāmiʿ aṣ-Ṣaḥīḥ, welches bekannt ist als Ṣaḥīḥ Muslim. Dies ist sein berühmtestes Werk und gehört zu den wichtigsten Grundwerken des prophetischen Hadith.
  2. Al-Kunā wa-l-asmāʾ. Dies ist ein Buch über die Beinamen der Überlieferer und ihre Namen.
  3. At-Tamyīz. Dies ist ein Werk, welches die Methodik der Hadithgelehrten in der Hadithkritik verdeutlicht. Ein großer Teil davon ist nicht auffindbar. Der verbliebene Teil wurde mit einer Rezension (taḥqīq) von Muṣṭafā al-Aʿẓamī gedruckt.
  4. Riǧāl ʿUrwa ibn az-Zubair wa ǧamāʿa min at-tābiʿīn. Ein Werk über die Tradenten von ʿUrwa und eine Gruppe von Nachfolger der Prophetengefährten.
  5. Al-Munfaridāt wa-l-wuḥdān. In diesem Werk erwähnt er Tradenten, über die nur ein einziger Mann oder eine einzige Frau einen Hadith über den Propheten, Friede sei mit ihm, überliefert hat. Muslim verzeichnet in diesem Werk nicht jeden, auf den dies zutrifft, sondern konzentriert sich auf die Bekannten unter den Tābiʿīn, deren Überlieferungen neben ihnen kein zweiter erwähnt.

Die unauffindbaren Werke Muslims:

  1. Al-Iḫwa wa-l-aḫawāt. Dieses wurde von al-Mālikī in seinem Werk Tasmiyat mā warada bihi al-Ḫaṭīb al-Baġdādī Dimašq erwähnt.
  2. Asmāʾ ar-riǧāl. Dieses Werk erwähnt an-Nawawī in seiner Explikation des Ṣaḥīḥ.
  3. Al-Afrād.
  4. Afrād aš-šāmiyyīn min al-Hadith ʿan rasūlillah.
  5. Al-Aqrān (die Tradenten mit ähnlichem Alter und ähnlicher Kette).
  6. Intiḫāb Muslim ʿalā Abī Aḥmad al-Farrāʾ. In diesem Werk selektierte Muslim Überlieferungen seines Scheichs al-Farraʾ und führte diese zusammen.
  7. Al-Intifāʿ bi-uhub as-sibāʿ. Dieses erwähnte auch Ibn Ḥaǧar, allerdings mit dem Namen: Al-Intifāʿ bi-ǧulūd as-sibāʿ. Diese Abhandlung thematisiert den Rechtsurteil über das Benutzen von Leder.
  8. Al-Awḥād.
  9. Awlād aṣ-Ṣaḥāba wa-man baʿdahum min al-muḥaddiṯīn.
  10. Awhām al-muḥaddiṯīn.
  11. At-Tārīḫ. Dieses wird von Ibn an-Nadīm und al-Ḫaṭīb al-Baġdādī erwähnt.
  12. Tafḍīl as-sinīn.
  13. Al-Ǧāmiʿ al-kabīr. In diesem Werk sortierte er die Überlieferungen nach den jeweiligen Themen.
  14. Ḏikr Awlād al-Ḥusain.
  15. Ruwāt al-iʿtibār.
  16. Suʾālāt Aḥmad ibn Ḥanbal.
  17. Ṭabaqāt at-tābiʿīn.
  18. Ṭabaqāt ar-ruwāt.
  19. Al-ʿIlal.
  20. Kitāb ʿAmr ibn Šuʿaib. In diesem Werk erwähnt Muslim die Gelehrten, die die Überlieferungen von ʿAmr ibn Šuʿaib ablehnen, sowie seine Überlieferungsfehler.
  21. Al-Muḫaḍramūn. Dies sind die Tābiʿūn, die zwar schon während der Ǧāhilīya-Zeit lebten, den Gesandten, Friede sei mit ihm, aber dennoch nicht getroffen haben. Sie nahmen den Islam an und trafen die Ṣaḥāba. Muslim führte von diesen insgesamt zwanzig Männer in seinem Werk auf.
  22. Musnad Hadith Mālik.
  23. Al-Musnad al-Kabīr ʿalā ar-riǧāl. Über dieses Werk sagt al-Ḥākim: „Ich glaube nicht, dass jemand dieses Werk von Muslim gehört hat.“[52] Ibn Ḥaǧar schrieb: „Manche sagen, dass er ein großes Musnad-Werk über die Ṣaḥāba verfasste, welches allerdings nie fertig gestellt wurde.“[53]
  24. Maʿrifat šuyūḫ Mālik wa-ṯ-Ṯaurī wa-Šuʿba. Al-Ḥākim und aḏ-Ḏahabī erwähnen, dass dies drei verschiedene Werke sind.[54]11
  25. Maʿrifat ruwāt al-aḫbār. Dies erwähnt Ibn Ḥaǧar in dem Verzeichnis seiner Überlieferungen. Ibn Al-Ǧawzi erwähnt dieses in seinem Werk al-Muntaẓam.
  26. Kitāb al-maʿmar fī ḏikr mā aḫṭaʾa fīhi Maʿmar. Dieses Werk wird von Al-Ḥākim und al-Mālikī erwähnt.
  27. Al-Mufrad. Dieses Werk erwähnt Ibn an-Nadīm in seinem Verzeichnis.[55]

 

 Endnoten:

[1]     Muḥammad ʿAbdurraḥmān Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim wa manhaǧuhu fī ṣaḥīḥihi, Bd. 1, S. 27-34.

[2]     Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[3]      Ibid.

[4]      Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 27-34.

[5]     Saiyid Ḥusain al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315.

[6]     An-Nawawī: Tahḏīb al-asmāʾ wa l-luġāṭ, Bd. 2, S. 89, Aḏ-Ḏahabī: Siyar aʿlām an-nubalāʾ, Bd. 12, S. 558. Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim wa manhaǧuhu fī ṣaḥīḥihi, Bd. 1, S. 13-22.

[7]     D. h., dass bei den Überlieferungen nur wenige Tradenten zwischen dem Überlieferer und dem Propheten stehen, was der Überlieferung wiederum aufgrund der verringerten Möglichkeit der Fälschung oder des Vergessens einen erhöhten Authentizitätsgrad verleiht. Darin war Muslim berühmt, sodass ihn der Großgelehrte as-Saḫāwī sogar als: „Heimat der Sunna und der kurzen Ketten“ bezeichnete. Vgl. aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 13-22, Aḏ-Ḏahabī: Al-Iʿlān bi-t-taubīḫ li-man ḏamma t-tārīḫ, S. 666.

[8]      Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315. Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558. Ibn Kaṯīr: Al-Bidāya wa-n-nihāya, Bd. 11; Ibn aṣ-Ṣalāḥ: Ṣiyānat ṣaḥīḥ Muslim min al-iḫlāl wa-l-ġalaṭ wa ḥimāyatuhu min al-isqāṭ wa-s-saqṭ, S. 64.

[9]     Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī: Tahḏīb at-tahḏīb, Bd. 10, S.127.

[10]    Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[11]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315

[12]    Ibid.

[13]   Šubair Aḥmad al-ʿUṯmānī: Fatḥ al-Mulhim bi-šarḥ ṣaḥīḥ al-imām Muslim, Bd. 1, S. 100.

[14]    Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[15]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315.

[16]   Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 578-580.

[17]   Al-Qašqarī: Vorwort zu Muslims Al-Kunā wa-l-asmāʾ, S.15, An-Nawawī: Tahḏīb al-asmāʾ wa-l-luġāṭ, Bd. 2, S. 91.

[18]   An-Nawawī: Tahḏīb al-asmāʾ wa l-luġāṭ, Bd. 2, S. 91.

[19]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 13-22, Aḏ-Ḏahabī: Al-Iʿlān bi-t-taubīḫ li-man ḏamma t-tārīḫ, S. 666; al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315.

[20]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315

[21]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 13-22, Aḏ-Ḏahabī: Al-Iʿlān bi-t-taubīḫ li-man ḏamma t-tārīḫ, S. 666

[22]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 27-34

[23]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315

[24]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 27-34

[25]   Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558-562.

[26] Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 579-562.

[27]   Ibn al-Faḍl al-Maqdisī: Al-Arbaʿīn al-murattaba ʿalā ṭabaqāt al-ḥanābila, Hadith Nr. 110.

[28]   Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 43-47.

[29]   Aḥmad b. Ḥamdūn al-Aʿmašī: Ar-Ruwāt ʿan Muslim ibn al-Ḥaǧǧāǧ, Hadith Nr. 3.

[30]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315. Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558. Ibn Kaṯīr: Al-Bidāya wa-n-nihāya, Bd. 11; Ibn aṣ-Ṣalāḥ: Ṣiyānat ṣaḥīḥ Muslim, S. 64.

[31]   Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 43-47, Ibn ʿAsākir: Tārīḫ Dimašq, Bd. 58, S. 94.

[32]   As-Suyūṭī: Tadrīb ar-rāwī fī šarḥ taqrīb an-nawāwī, Bd. 1, S. 96.

[33]    Al-Qašqarī: Vorwort zu Muslims Al-Kunā wa-l-asmāʾ, S.15, An-Nawawī: Tahḏīb al-asmāʾ wa-l-luġāṭ, Bd. 2, S. 91.

[34]   Ḫālid b. Manṣūr b. ʿAbdullāh ad-Durais: Mauqif al-Imāmain al-Buḫārī wa-Muslim min ištirāṭ al-luqyā wa-s-samāʿ fi-s-sanad al-muʿanʿan bain al-mutaʿāṣirīn, S. 41.

[35]   Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 26-27.

[36]   Aḥmad b.  Muḥammad b. al-Ḥasan: Muḫtaṣar tārīḫ Naisābūr, Bd. 1, S. 34.

[37]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 27-34

[38]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315

[39]   Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 43-47, Ibn ʿAsākir: Tārīḫ Dimašq, Bd. 58, S. 94, ad-Durais: Mauqif al-Imāmain, S. 41, aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 26-27, Al-Mizzī: Tahḏīb al-kamāl fī asmāʾ ar-riǧāl, Bd. 27, S. 507.

[40]   Abū Nāfiḏ al-Muḥtasib: Kitāb Šaḫṣiyyāt islāmīya, S. 217.

[41]    Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 27-34

[42]   Ibid., Bd. 1, S. 36-37.

[43]    Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[44]    Ad-Durais: Mauqif al-Imāmain, S. 39.

[45]    Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558, Ibn Ḥaǧar: Tahḏīb at-tahḏīb, Bd. 10, S.128.

[46]    Ibn aṣ-Ṣalāḥ: ʿUlūm al-Hadith, Bd. 1, S. 19, Ibn ʿAsākir: Tārīḫ Dimašq, Bd. 58, S. 92.

[47]    A-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315. Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558. Ibn Kaṯīr: Al-Bidāya wa-n-nihāya, Bd. 11; Ibn aṣ-Ṣalāḥ: Ṣiyānat Ṣaḥīḥ Muslim, S. 64.

[48]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315. Aḏ-Ḏahabī: as-Siyar, Bd. 12, S. 558. Ibn Kaṯīr: Al-Bidāya wa-n-nihāya, Bd. 11; Ibn aṣ-Ṣalāḥ: Ṣiyānat Ṣaḥīḥ Muslim, S. 64.

[49]    Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[50]   Aṭ-Ṭawāliba: Al-Imām Muslim, Bd. 1, S. 83-99.

[51]    Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315.

[52] Al-ʿAfānī: Ṣalāḥ al-umma fī ʿulū al-himma, Bd. 1, S. 315.

[53] Fuat Sezgin: Tārīḫ at-turāṯ al-ʿarabī, Bd. 1, S.263.

[54] Ibid.

[55] Ibn an-Nadīm: Al-Fihrist, S. 286.

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